Erneuerbare Stromquellen

Welche Flächen sind in Eutin als PV-Potenzialflächen ausgewiesen?

Im Rahmen der städtischen Entwicklung wurden in Eutin Photovoltaik-Potenzialflächen ausgewiesen, die bei der kommunalen Wärmeplanung in die Potenzialanalyse einfließen. Je nach Szenario ergeben sich daraus unterschiedliche PV-Potenziale.

Im Regionalplan sind insgesamt drei Photovoltaik-Potenzialflächen mit einer Gesamtfläche von 95 Hektar ausgewiesen. Die Leistungsabschätzung für diese Flächen basiert auf einem spezifischen Leistungsfaktor für PV-Freiflächen von 0,07 kWp/m².

Einordnung der Szenarien:

  • Fläche 31b (Beuthiner Hof): Hier ist bereits eine 8 MWp-Anlage in Planung, die an das Stromnetz der SH Deefsteig angeschlossen wird. Die relevanten Szenarien für diese Fläche sind Elektron 2030 und das Zielszenario 2030.
  • Fläche 31a (Beuthiner Hof): Diese Fläche bietet ein Potenzial von 5 MWp für eine PV-Anlage. Im Zielszenario könnte zusätzlich Solarthermie in Betracht gezogen werden, jedoch ist zunächst eine PV-Anlage für die Netzauslegung geplant. Die Szenarien, die hier relevant sind, sind Elektron 2040 und das Zielszenario 2040.
  • Fläche 30 (Braaker Landstraße): Diese Fläche bietet die Option für Solarthermie sowie eine PV-Anlage mit einer sehr hohen Anschlussleistung von über 50 MWp. Im Zielszenario wird etwa 10 Hektar für die Solarthermieanlage genutzt, was das PV-Potenzial auf etwa 49 MW reduziert.

Diese Potenzialflächen spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung der erneuerbaren Energien in der Region und tragen zur Erreichung der Klimaziele bei.

Wie hoch steigt die installierte Leistung der PV-Anlagen?

In Eutin beträgt die Durchdringung von Photovoltaik-Aufdachanlagen etwa 0,8 kWp pro Gebäude, was im Vergleich zum landesweiten Durchschnitt von rund 1,6 kWp pro Gebäude in Schleswig-Holstein unterdurchschnittlich ist.
Um die Potenziale für die Nutzung von PV-Anlagen besser zu erfassen, wurde eine systematische Vorgehensweise gewählt. Zunächst erfolgt die Ableitung der B E T Deutschlandszenarien für Schleswig-Holstein, basierend auf dem Länderanteil für PV-Aufdachanlagen im Netzentwicklungsplan (NEP). Anschließend werden die PV-Aufdachszenarien entsprechend der Anzahl der Gebäude abgeleitet, wobei Eutin rund 4.800 Gebäude umfasst und Schleswig-Holstein etwa 0,8 Millionen. Zusätzlich werden PV-Freiflächenszenarien in Übereinstimmung mit den Potenzialen für Freiflächenphotovoltaik erstellt.

Für diese Analysen wurden bestimmte Annahmen getroffen: Der Länderanteil Schleswig-Holstein/D für PV-Aufdachanlagen liegt derzeit bei 4,1 % (2022) und wird bis 2045 auf etwa 4,0 % geschätzt. Bei der Leistungsabschätzung der PV-Freiflächen wurde ein Wert von 0,07 kWp pro Quadratmeter der Potenzialfläche verwendet. Zudem wird die durchschnittliche Anlagengröße für PV-Aufdachanlagen mit 15 kW angesetzt.


Es ist jedoch wichtig, auch kritische Aspekte zu berücksichtigen. In den Berechnungen sind neue Gewerbegebiete und Wohneinheiten bisher nicht einbezogen, da die Daten ausschließlich auf den Bestandsgebäuden basieren. Zudem wurden Gleichzeitigkeitsfaktoren und eine netzdienliche Steuerung nicht berücksichtigt. Obwohl im Gebiet umfangreiche Flächenpotenziale vorhanden sind, sind auch sozioökonomische Einschränkungen, wie Materialmangel und ein Mangel an Handwerkern, zu erwarten.

Die Berücksichtigung von Daten aus verschiedenen Quellen, wie den B E T Szenarien, dem NEP Szenariorahmen, dem Netzmodell sowie Nexiga-Daten, unterstützt die Validität dieser Analyse.

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