Oberflächennahe Geothermie

Was ist die Oberflächennahe Geothermie?

Oberflächennahe Geothermie nutzt die in den obersten Erdschichten gespeicherte Wärme bis zu einer Tiefe von etwa 400 Metern. Sie wird durch Erdwärmesonden oder Erdkollektoren erschlossen, die Wärme für die Heizung oder Kühlung von Gebäuden entziehen.

Mögliche Potenzialflächen in Eutin

Die beiden Potenzialflächen aus dem Übersichtsplan befinden sich ganz oder teilweise im Wasserschutzgebiet, weshalb ihre Nutzung für oberflächennahe Geothermie ausgeschlossen wurde. Für die Flächen, die im Regionalplan festgelegt sind, wurde jedoch eine Potenzialabschätzung vorgenommen, um die Möglichkeiten der Geothermienutzung in diesen Gebieten zu evaluieren.

Potenzialflächen aus dem Übersichtsplan städtische Entwicklung
Maßnahmenflächen A bis D aus Stellungnahme zur
Neuaufstellung des Regionalplans

Methodik zur Ermittlung des technischen Potenzials auf den Freiflächen

Die Sonden werden in einem Abstand von 10 Metern zueinander aufgestellt, wodurch auf einem Hektar insgesamt 81 Sonden installiert werden können. Bei einer Sondentiefe von 100 Metern und einer Entzugsleistung von 50 W/m ergeben sich bei einer Nutzung von 6.000 Vollbenutzungsstunden eine Entzugsleistung von 810 kW pro Hektar. Mit einem COP (Coefficient of Performance) von 2,8 entspricht dies einer Wärmeleistung von etwa 1.260 kWth pro Hektar.

Im Vergleich zur Solarthermie weist die Nutzung der oberflächennahen Geothermie weniger saisonale Effekte auf und bietet eine konstante Leistungsverfügbarkeit. Allerdings sind wahrscheinlich höhere Investitionen und Anforderungen erforderlich. Im weiteren Verlauf ist insbesondere zu prüfen, ob ein Erdwärmesondenfeld im Vergleich zur Installation von PV-Freiflächenanlagen oder Solarthermieanlagen technisch und wirtschaftlich sinnvoll darstellbar ist.

Auf einem Hektar kann ein Erdwärmesondenfeld mit 81
Sonden installiert werden

Untersuchte Potenzialflächen für Erdwärmesonden

Hier sind die Ergebnisse für die Freiflächen:

Sibbersdorf, Maßnahmenfläche A:

  • Nettofläche: 20 ha
  • Wärmeleistung der Wärmepumpe: 25 MWth
  • Wärmeerzeugungsmenge: 150 GWh

Fissau, Maßnahmenfläche B:

  • Nettofläche: 26 ha
  • Wärmeleistung der Wärmepumpe: 33 MWth
  • Wärmeerzeugungsmenge: 197 GWh

Sielbecker Moor, Maßnahmenfläche C:

  • Nettofläche: 19 ha
  • Wärmeleistung der Wärmepumpe: 24 MWth
  • Wärmeerzeugungsmenge: 142 GWh

Fissau, Maßnahmenfläche D:

  • Nettofläche: 44 ha
  • Wärmeleistung der Wärmepumpe: 55 MWth
  • Wärmeerzeugungsmenge: 330 GWh

Diese Daten zeigen das Potenzial der jeweiligen Maßnahmenflächen hinsichtlich der Wärmeleistung und Wärmeerzeugung.

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