Potenziale zur Nutzung von Tiefengeothermie
Der östliche Teil der Stadt Eutin liegt im Gebiet des untersuchungswürdigen Rhät-Sandsteins. Laut den Daten des Geodienstes Schleswig-Holstein haben diese Informationen jedoch eine geringe Qualität. Der Rhät-Sandstein eignet sich zur hydrothermalen Nutzung im tieferen Untergrund, bis zu einer Tiefe von 2.500 Metern. Bei der hydrothermalen Nutzung wird Tiefengeothermie durch zwei Bohrungen erschlossen: Über eine Bohrung wird heißes Wasser gefördert, während das abgekühlte Wasser über die andere Bohrung reinjiziert wird. Sandsteinhorizonte mit ausreichender Verbreitung und Mächtigkeit bieten ein großes Potenzial für diese Art der Nutzung. Allerdings sind in Schleswig-Holstein nur bestimmte Teilräume des Rhät-Sandsteins aufgrund der komplexen geologischen Entwicklung von Bedeutung.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es seit den 80er Jahren eine Referenzanlage im Rhät-Sandstein, die in einer Tiefe von 2.450 Metern bei einer Entzugsleistung von 4 MW jährlich 17,6 GWh fördert. Diese Anlage gilt als eine der wärmsten erschlossenen Geothermiequellen Norddeutschlands.
Die aktuelle Datenlage bezüglich der Tiefengeothermie in Eutin ist eher unzureichend und durch die erste Machbarkeitsstudie wurde ein hohes Fündigkeitsrisiko herausgestellt, welches die Tiefengeothermie als technisch- und wirtschaftlich ungeeignet erscheinen lässt.